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Verleihung des Gutenberg-Preises an Alberto Manguel am 23. Juni

Der aus Argentinien stammende Schriftsteller, Literaturdozent und Übersetzer Alberto Manguel erhält am Samstag um 12.30 h im Mainzer Rathaus den Gutenberg-Preis 2018.

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft und die Stadt Mainz verleihen den Gutenberg-Preis 2018 an den renommierten Literaten und Lese-Forscher Alberto Manguel.
Der mit 10.000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre, traditionell am Samstag der „Mainzer Johannisnacht“, am 23. Juni 2018 vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz und Präsidenten der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft vergeben.

Die feierliche Vergabe an Alberto Manguel durch Oberbürgermeister Michael Ebling findet am 23.06.2018 um 12.30 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses im Rahmen der Mitgliederversammlung der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft statt.

Der seit 1968 vergebene Preis (seit 1994 gemeinsam mit der Stadt Leipzig) wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Bereich der Technikgeschichte, der Gestaltung, der wissenschaftlichen Erforschung und der Vermittlung von Büchern in der Nachfolge Gutenbergs beschäftigen. So gehören große Typografen wie Hermann Zapf, Wissenschaftler wie Prof. Dr. Robert Darnton, der Erfinder des E-Books Prof. Dr. Joseph M. Jacobson oder der Schriftsteller Umberto Eco zu den Preisträgern.

Der diesjährige Preisträger Alberto Manguel befasst sich seit Jahrzehnten mit der Buchkultur, mit der Geschichte des Lesens und der Leser, er erschließt die Geisteskultur der letzten 6.000 Jahre, indem er die vielfältigen geistigen Bezüge seit der ersten Medienrevolution (dem Über-gang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit) und die Schicksale der in zahlreichen Buchrollen, Büchern und Dateien verwobenen Gedanken, Erfahrungen, Wissen und Erzählungen zu einem großartigen Panorama der Menschheitsgeschichte über Generationen, Grenzen und Zeiten hinaus verbindet.

Alberto Manguel, geboren 1948 in Buenos Aires, wuchs in Israel und Argentinien auf und ist seit 1988 kanadischer Staatsbürger. In mehreren Sprachen zuhause, wirkte er u. a. in Buenos Aires, Paris, Mailand, London und Toronto als Verlagslektor, Literaturdozent und Übersetzer; seit 2016 ist er Direktor der argentinischen Nationalbibliothek und damit der Nachfolger des legendären Jorge L. Borges, dem blinden Bibliothekar der Argentinischen Bibliothek, dem der junge Alberto Manguel als Vorleser zur Seite stand.

Mit seinem Buch „Die Geschichte des Lesens“ schuf Alberto Manguel 1998 eine Verführung zum Lesen, die in 36 Sprachen übersetzt wurde. Soeben ist zu seinem 70. Geburtstag eine Liebeserklärung an seine eigene, 35.000 Bücher umfassende Bibliothek unter dem Titel „Die verborgene Bibliothek. Eine Elegie und zehn Abschweifungen“ (Packing My Library: An Elegy and Ten Digressions, New Haven: Yale University Press), Frankfurt am Main, S. Fi-scher 2018 erschienen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Stephan Füssel
Mitglied des Preiskommittees
Präsidium der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e. V.
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz
Tel. 06131/39 22580
fuessel@uni-mainz.de

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