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Ludwig Hohlwein – Ein Grafiker im Zwielicht. Vortrag mit Lichtbildern von Albert Ernst

Der 1874 in Wiesbaden geborene Ludwig Hohlwein gilt als einer der bekanntesten Werbegrafiker und Plakatkünstler des 20. Jahrhunderts. Einige seiner Entwürfe, etwa der Mönch der Münchner Franziskaner-Brauerei, haben nichts an ihrer Strahlkraft verloren und finden entsprechend bis heute Verwendung, wie auch ein Plakat für den Tierpark Hellabrunn, das seit 1912 immer wieder als Werbeträger aufgelegt wird. Hohlwein war für viele Unternehmen als Grafiker tätig, auch durch seine Tourismus-Plakate ist er bekannt geworden.

Schon früh allerdings stellte er seine Kunst auch in den Dienst des Nationalsozialismus, nachdem er zuvor bereits für deutschnationale Kreise tätig geworden war. Die NS-Plakate schließen nahtlos an die Bildsprache an, derer er sich bei der kommerziellen Reklame bedient hatte. Er fand sogar Eingang in die »Gottbegnadetenliste«, in der Künstler aufgeführt waren, die dem Regime unersetzlich schienen.

Der reich bebilderte Vortrag zeichnet den Weg eines produktiven Künstlers nach, der sich allzu bereitwillig den Nationalsozialisten andiente.

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42

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