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Fachverlage sehen sich gegenüber aktuellen Herausforderungen gut gerüstet - Abschlussbericht einer empirisch arbeitenden Master-Lehrveranstaltung in der Mainzer Buchwissenschaft

In der Übung „Wandlungsprozesse bei Marktteilnehmern“ von Prof. Dr. Christoph Bläsi im Buchwissenschafts-Master wurde im Wintersemester 2020/21 eine Frage („Mit welchen Transformationen reagieren Fachverlage auf aktuelle Herausforderungen ?“) mit einer Methode (qualitatives Experteninterview) und einem ´Tool ´(MaxQDA) kombiniert.
Die Studierenden haben sich in dieser Veranstaltung zunächst mit existierenden Analysen der Herausforderungen von Fachverlagen beschäftigt (v.a. solchen von Verbänden) und dann in vier Gruppen aus der Mitgliederliste des Verbandes Deutsche Fachpresse (https://www.deutsche-fachpresse.de/ueber-uns/mitgliederdatenbank/) Fachverlage für die Untersuchung ausgewählt: Springer Fachmedien, Verlag Die Werkstatt, Schott Music und MVB; dabei kamen – aber das ist bei der doch vereinfachenden kategorialen Unterscheidung in Fachverlage auf der einen und Publikumsverlage auf der anderen Seite nicht anders zu erwarten – auch Verlage in den Blick, die man durchaus auch als „special interest“-(Publikums-)Verlage beschreiben könnte (Verlag Die Werkstatt) bzw. die sich mit einem Teil ihres Portfolios auch an Endverbraucher richten (Schott Music).
Die Studierenden-Gruppen haben dann – mit Transformationen als Reaktionen auf Herausforderungen im Fokus – mit VertreterInnen der von ihnen ausgewählten Verlage Experteninterviews geführt und diese im Zuge einer systematischen Inhaltsanalyse mit aus dem Material entwickelten Codes in MaxQDA (Werkzeug für die Inhaltsanalyse) kodiert. Im Folgenden stellen die Studierendengruppen ihre Ergebnisse zum einen mit MaxQDA-Dokumentenportraits (in diesen ist sofort die Verteilung von Codes über das Interview-[Transkript-]Dokument ersichtlich) und zum anderen mit Originalzitaten aus den Interviews vor, die als besonders charakteristisch gelten können als Antwort auf die Frage, mit welchen Transformationen die Verlage auf welche Herausforderungen reagiert haben.
Es handelt sich hier um eine kleine Zahl ausgewählter Fachverlage; die Ergebnisse sind deshalb nicht ohne Weiteres zu verallgemeinern. Trotzdem fällt auf, dass sich die befragten Fachverlage mit Blick auf die Herausforderungen generell in einer ganz guten Position sehen, nicht zuletzt wegen der bereits durchlaufenen Veränderungsprozesse der letzten Jahre. Als größte Top-Level-Herausforderung muss nach wie vor die Digitalisierung gelten, mit all ihren mittelbaren Effekten wie der Schwierigkeit, Urheberrechte zu schützen, der Disintermediation (d.h. der Gefahr des Überflüssigwerdens von Wertschöpfungsstufen, weil sich AutorInnen direkt an LeserInnen wenden [können]), etc. Natürlich werden auch Effekte der Corona-Pandemie angesprochen. Änderungen das Interesse der Kundschaft an sich betreffend scheinen jedoch keine zentrale Sorge darzustellen.
Den kompletten Abschlussbericht finden Sie hier: Studienprojekt Wandlungsprozesse Bericht

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