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Akademische Direktorin

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11. August, 9-10 Uhr PRÄSENZ-Sprechstunde in meinem Dienstzimmer
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Themen der Lehre

Zur Bedeutung der Buchgeschichte für die Wissenschaftsgeschichte
Historische Leserforschung (Mittelalter bis 20. Jahrhundert)
Das Buch im Medienkontext
Buchhandels- und Verlagsgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts
Geschichte des Buchhandels vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Forschungsschwerpunkte

Leistungen und Funktionen des Mediums Buch, Formen des Buchgebrauchs

Historische und aktuelle Lese(r)forschung

Wechselwirkungen zwischen Wissenschafts- und Buchgeschichte

Buchmarkt und Verlagsgeschichte vom 18. bis ins 21. Jahrhundert

Elektronisches Publizieren: Karl Gutzkow Werkausgabe im Internet – Neuprofilierung eines Autors (www.gutzkow.de)

Verlagsorganisation im 20. Jahrhundert (Schwerpunkt: Lektorat)

DFG-Projekt

Eine Disziplin und ihre Verleger: Formen, Funktionen und Initiatoren mathematischen Publizierens in Deutschland, 1871-1949

Leitung: PD Dr. Ute Schneider zusammen mit PD Dr. Volker Remmert (Arbeitsgruppe für Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften, Fachbereich 08 – Physik, Mathematik und Informatik)

Untersuchungsgegenstand sind die Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlichem Verlagswesen und der Entwicklung einer wissenschaftlichen Disziplin am Beispiel der Mathematik und des „Teilmarktes Mathematikverlag“ in Deutschland zwischen 1871 und 1949. Ab etwa 1870 etablierten sich aufgrund der Konkurrenzsituation in der Branche und der Ausdifferenzierung wissenschaftlicher Disziplinen innovative Verlage, die ihr Profil auf eine oder wenige Disziplinen konzentrierten und für disziplinenspezifische Kommunikationsprozesse bestimmte Publikationsformen bereithielten. Die erfolgreiche Marktpositionierung und die Anerkennung innerhalb der scientific community gelang u. a. durch enge Einbindung von renommierten Fachvertretern als Berater und das Engagement von Verlegern in wissenschaftlichen Vereinigungen. Verlage übernahmen eine aktive Rolle im wissenschaftlichen Kommunikationsprozeß und wurden Teil der Disziplinenkultur. Ob aus einer Veränderung von Forschungsrichtungen oder Schulenbildungen eine Positionsverschiebung der Verlage resultierte und umgekehrt, sind ebenso wesentliche Fragen wie die nach den Kriterien der Wissenschaftler bei der Wahl ihrer Publikationsorte.

(zs. mit Volker Remmert) „Ich bin wirklich glücklich zu preisen, einen solchen Verleger-Freund zu besitzen.“ Aspekte mathematischen Publizierens im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. In: Mitteilungen der Deutschen Mathematikervereinigung 14-4 (2006), S. 196-205.

Aktuelles

DFG fördert Netzwerk Leseforschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das von Prof. Dr. Simone Ehmig, Stiftung Lesen, Prof. Dr. Svenja Hagenhoff, Buchwissenschaft FAU Erlangen, und Prof. Dr. Ute Schneider, Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien / Buchwissenschaft, initiierte und koordinierte internationale und interdisziplinäre Netzwerk Leseforschung

(Laufzeit 5/2021-4/2024)

Thematischer Gegenstand des Netzwerks ist die aktuelle Forschung zum Lesen als komplexe Kulturtechnik. Lesen ist ein »soziales Totalphänomen« (Marcel Mauss), das alle Bereiche moderner Gesellschaften durchdringt und für alle Akteure einer Gesellschaft handlungsrelevant ist: In literalen Gesellschaften ist das gesamtgesellschaftliche Handeln durch schriftliche Kommunikation gekennzeichnet. Schriftkodierte Zeichen präsentieren sich ubiquitär in allen Lebenslagen und auf allen erdenklichen Oberflächen und Artefakten, von Müslipackungen über Beipackzettel, Speisekarten, Fahrpläne, Produktbeschreibungen, Informationstafeln und Verkehrsschilder, Werbeplakate, Kleidung, E-Mails, WhatsApp-Sprechblasen bis hin zu Blogs, Zeitungen und Büchern. Die Dekodierungstechnik Lesen ist damit basal erforderlich, um Information zu erschließen und an kommunikativen Prozessen jeden Komplexitätsgrades teilhaben zu können. Gleichzeitig wird der Kulturtechnik Lesen und dem Zeichensystem Schrift eine hierarchisch hohe Position im Vergleich mit anderen Kodierungsformen, Wahrnehmungsprozessen und damit verbundenen kommunikativen oder medialen Praktiken, wie ›Bilder gucken‹, ›Töne hören‹ oder gar ›Smartphone daddeln‹, zugeschrieben. 

Entsprechend seiner Komplexität ist ›Lesen‹ Untersuchungsgegenstand vieler wissenschaftlicher Disziplinen. Dabei agieren wissenschaftliche Akteure häufig isoliert und greifen Aspekte unabhängig voneinander auf, ohne dass Erkenntnisse zusammengeführt oder bereits im interdisziplinären Diskurs erarbeitet würden. Die disparaten disziplinären Erkenntnisse stehen momentan meistens additiv nebeneinander. Leseforschung ist beispielsweise in den Kognitionswissenschaften, den Neurowissenschaften, der Psychologie, den Kommunikations- und Medienwissenschaften, verschiedenen pädagogischen Disziplinen (z. B. Medienpädagogik, Grundschulpädagogik, Erwachsenenpädagogik), in der Fachdidaktik, den Sozial- und Kulturwissenschaften, der Buchwissenschaft, der Linguistik und den Philologien sowie in historischer Perspektive auch in den Geschichtswissenschaften angesiedelt. Dementsprechend facettenreich sind die Forschungsinteressen und -ansätze, wenngleich teilgemeinsame Forschungsschwerpunkte identifiziert werden können, wie z. B. das Leseverstehen und der Funktionale Analphabetismus.

Der beschriebene Zustand schränkt einerseits die Fachkommunikation ein, da sie sich entweder auf wenige persönliche Kontakte zwischen einzelnen Forschenden reduziert oder von aufwandsreichem Suchen charakterisiert ist. Andererseits steht diese Zerfaserung einer breiten Sichtbarkeit des realweltlich so bedeutsamen Untersuchungsgegenstandes und des Erkenntnisstands im Weg, dieses vor allem auch in der nicht-wissenschaftlichen Öffentlichkeit. Beobachten lässt sich dies sowohl auf nationaler als auch auf internationaler europäischer Ebene. Die 2019 in den Medien viel beachtete Stavanger-Erklärung des E-READ COST Forschungsverbundes war eine der wenigen Ausnahmen einer interdisziplinären Herangehensweise. Eine weitere Ausnahme stellen die im anglofonen Raum seit den 1980er Jahren sich entwickelnden, aber im deutschsprachigen Raum nur wenig wahrgenommenen New Literacy Studies dar, die Literacy als komplexe Assemblage mit soziokulturellen, politischen, hegemonialen und lebenspraktischen Facetten begreifen und interdisziplinär mit sozial- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen zu durchdringen versuchen. Das Netzwerk führt Fachwissenschaftler und –wissenschaftlerinnen zum forschungsorientierten Austausch über Leseforschung zusammen, die sich begriffs- und modelltheoretisch, empirisch sowie hermeneutisch mit der Kulturtechnik Lesen auseinandersetzen.  

Mitglieder des Netzwerks

Buchwissenschaft:

Prof. Dr. Svenja Hagenhoff, Institut für Buchwissenschaft, FAU Erlangen-Nürnberg; Universitätsprofessorin

Prof. Dr. Ute Schneider, Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien / Buchwissenschaft, JGU Mainz, Akademische Direktorin (unbefristet).

Didaktik:

Dominik Achtermeier, Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Prof. Dr. Ina Brendel-Perpina, Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Alina Madeleine Pawlowski, Universität Bremen

Digital Humanities:

Prof. Dr. Gerhard Lauer, Digital Humanities Lab Universität Basel

Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft:

Laura Gozzer M.A., Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, LMU München

Dr. Mirjam Nast, Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen

PD Dr. habil. Jens Wietschorke, Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, LMU München (unbefristet, z. Zt. Universität Wien).

Erziehungswissenschaft / Erwachsenenbildung:

Jun.-Prof. Dr. Ilka Koppel, Erziehungswissenschaft, Pädagogische Hochschule Weingarten

Germanistik/Literaturwissenschaft:

Mag. Lukas Brandl, Germanistik, Uni Wien

Landon Reitz, Germanistik und Mediävistik, University of California, Berkeley

Assoz. Prof. Dr. Günther Stocker, Germanistik, Uni Wien

Kognitionswissenschaft:

Prof. Dr. Jurgis Skilters, Kognitionswissenschaften, Universität Riga

Kommunikationswissenschaft:

Prof. Dr. Simone C. Ehmig, Stiftung Lesen, Mainz, Leiterin Institut für Lese- und Medienforschung und Honorarprofessorin Institut für Publizistik JGU Mainz.

Psychologie:

Astrid Haase M Sc., Pädagogische Psychologie, Georg-August-Universität Göttingen

Dr. Jana Lüdtke, Allgemeine und Neurokognitive Psychologie, FU Berlin

Prof. Dr. Sascha Schroeder, Pädagogische Psychologie, Georg-August-Universität Göttingen

Annika Schwabe MSc BSc BA, Computational Communication Science Lab, Universität Wien

Dr. Astrid Wirth, LMU München, Pädagogische Psychologie

Die DFG fördert bis 12/2024 das Forschungsprojekt

Wissenschaft im bundesrepublikanischen Taschenbuch 1955-1980

Teilprojekt des SFB 1472 „Transformationen des Populären“ an der Universität Siegen

Teilprojektleitung: Prof. Dr. Ute Schneider und Prof. Dr. Jörg Döring.

Das interdisziplinäre Teilprojekt (Buchwissenschaft, Kulturwissenschaft) wird in enger Abstimmung an zwei Standorten (Mainz, Siegen) durchgeführt. Die Buchwissenschaft des Gutenberg-Instituts für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der JGU Mainz ist Kooperationspartner des SFB.

Das Teilprojekt geht von der Hypothese aus, dass sich mit der Verbreitung wissenschaftlicher Texte im Taschenbuch, die in der Bundesrepublik schon Mitte der 1950er Jahre beginnt, sowohl der Gehalt wie auch die Gestalt wissenschaftlichen Wissens transformieren. Seit Leserïnnen in der Bundesrepublik auch Taschenbücher wie H. Schelskys Soziologie der Sexualität (rde 1955), W. Hofers Der Nationalsozialismus, C.F. v. Weizsäckers Atomenergie und Atomzeitalter (beide Fischer-Bücherei 1957) oder T. Georgiades Musik und Rhythmus bei den Griechen (rde 1958) für 1,90 DM am Bahnhofskiosk oder im Warenhaus kaufen konnten, beginnt das Taschenbuch, seinen Makel als Verbrauchsbuch oder reine Unterhaltungslektüre einzubüßen. Nicht länger kann dem Taschenbuch allein aufgrund seiner Materialsemantik ein minderwertiger Inhalt zugeschrieben werden. Zugleich müssen sich die Urheber wissenschaftlichen Wissens, deren Sozialprestige und wissenschaftliches Renommee bis dahin nicht an die Absatzzahlen ihrer Werke geknüpft war, quasi über Nacht mit den Bedingungen exoterischer Verbreitung vertraut machen: Schelskys Taschenbuch verkaufte sich allein im Jahr 1955 über 30.000 mal. Das Projekt zielt auf eine quellenbasierte Rekonstruktion dieser Verbreitungsgeschichte wissenschaftlichen Wissens, die hier – im Sinne des Gesamt-SFB – als Popularisierung zweiter Ordnung verstanden wird. Anders als die Wissenschaftspopularisierung im Kaiserreich oder z. Zt. der Weimarer Republik bietet das Nachkriegstaschenbuch keine vereinfachte oder verständlich gemachte Populärversion des Wissens mehr – und das paradoxerweise gerade, weil es alle Anzeichen eines Massenartikels trägt und seine Popularität ausstellt. Untersucht wird dieser Zusammenhang mit Blick auf drei zentrale Akteursgruppen: die Wissenschaftlerïnnen bzw. die Autorïnnen wissenschaftlicher Texte; die Verlagsakteure, die über Themen, Schreibweisen, Ausstattung und Vertrieb der Wissenschaft im Taschenbuch entscheiden; die Leserïnnen, die teils erst durch die Publikationsform Taschenbuch in den Adressatenkreis wissenschaftlicher Texte inkludiert werden und die Appropriation wissenschaftlichen Wissens nicht zuletzt paratextgeleitet betreiben. Der Analysezeitraum erstreckt sich bis Ende der 1970er Jahre, um zu überprüfen, ob sowohl die entwickelte Massenuniversität mit ihren veränderten Ansprüchen an Wissenszirkulation und Lektürehabitus (‚Theorie‘, ‚Kritik‘) als auch die um 1970 gegründeten neuen verlegerischen Vertriebskooperationen auf dem Wissenschaftsbuchmarkt (UTB) die hier avisierte Verbreitungsgeschichte wissenschaftlichen Wissens nennenswert beeinflussen.

Das Korpus des Teilprojekts bilden zum einen die wissenschaftlichen Taschenbuch-Reihen eines großen Publikumsverlages (S. Fischer: Bücher des Wissens, Fischer-Lexikon), zum anderen die Taschenbuchreihen jener traditionell wissenschaftsnahen Verlage wie Oldenbourg (Janus), Vandenhoeck & Ruprecht (Kleine Reihe), und Francke (Dalp), die ebenfalls – mit unterschiedlichem Erfolg – auf den boomenden Taschenbuchmarkt der frühen Bundesrepublik drängten. Am Beispiel der Taschenbuchreihen bei Vandenhoeck & Ruprecht und Francke lässt sich auch die Buchmarktransformationen durch eine Vertriebskooperation wie UTB mitbeobachten. Das Arbeitsprogramm des Teilprojekts gliedert sich in vier Arbeitsbereiche: I) Das geisteswissenschaftliche Taschenbuch in der Bundesrepublik; II) Wissenschaftler und/als Verlagsakteure; III) S. Fischer: Bücher des Wissens und Fischer Lexikon; IV) Westdeutsche Bildungsgeschichten im Zeichen des wissenschaftlichen Taschenbuchs.

VolkswagenStiftung fördert Tagung zum Thema „Alles außer Lesen …“ Praxeologien des Buchgebrauchs / ‚Everything but Reading … Praxeologies of Book Use‘

Tagung / Conference: Schloss Herrenhausen, Hannover, 16.-18. September 2020, gefördert von der VolkswagenStiftung / Schloss Herrenhausen, Hanover, 16-18 September 2020, sponsored by the Volkswagen Foundation

Konzeption und Leitung / Concept and organisation: Prof. Dr. Ursula Rautenberg (Buchwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof. Dr. Ute Schneider (Buchwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Call for Papers

Einladung an Nachwuchswissenschaftler*innen / Invitation for young researchers

English text see below

Sechs Nachwuchs­wissen­schaftler*innen (Doktorand*innen und Postdocs, bis zu 5 Jahren nach der Promotion) werden gesucht, deren Forschungen in den oben genannten Kontexten angesiedelt sind. Zur Beförderung der Vernetzung von Nachwuchs- und etablierten Wissenschaftlern haben die Nachwuchswissenschaftler*innen Gelegenheit, ihre Themen zu präsentieren und in einer anschließenden ausführlichen Diskussion vertiefend zu erläutern. 16 einschlägig ausgewiesene Wissenschaftler*innen aus den USA, China, Großbritannien, Belgien, Schweiz und Deutschland haben bereits ihre Teilnahme an der interdisziplinären Tagung zugesagt. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Im Falle einer Einladung übernimmt die VolkswagenStiftung die Reise- und Übernachtungskosten für die Teilnahme an der dreitägigen Tagung sowie die Verpflegung.

Tagungskonzept

Zu den primären Funktionen des Kommunikationsmedium Buch gehört das Speichern und Übermitteln von Informationen, die ‚gelesen‘, sprachliche und bildliche Zeichen, die dekodiert werden.  Die Tagung ‚Alles außer Lesen‘ hingegen legt den Focus auf die sekundären Praktiken ‚uneigentlicher Buchnutzung‘. Seit es Schriftmedien gibt, werden Bücher als Artefakte gestaltet und hergestellt, angepriesen und gekauft, verschenkt, gesammelt und gezeigt, stellvertretend für Ideen und Inhalte verbrannt und kultisch verehrt. Sie dienen als Objekte bibliophiler Begierde, Mittel zur Identitätskonstruktion und zur kulturellen Distinktion. Das Buch-Objekt ist Konstruktionsmaterial für vielfältige soziale Praktiken und symbolisch-kommunikative Handlungen auf der Basis kollektiver oder individueller Zuschreibungen (Sekundärfunktionen).

Ziel der Tagung ist es, das umfangreiche Feld der symbolischen Buch-Handlungen auf der Grundlage von jeweils gesellschaftlich akzeptierten Wertzuschreibungen und Praktiken im Geflecht von Bedeutungszuschreibungen und symbolischem Kapitel, Materialqualitäten, Preis und immateriellem Wert wenigstens ansatzweise zu beleuchten. Während das Schlagwort „Materialität der Kommunikation“ seit einigen Jahrzehnten in unterschiedlichen Forschungskontexten, besonders der Literatur- und Kulturwissenschaft, aufgenommen worden ist, legt die Tagung den Fokus auf einen kommunikations- und buchwissenschaftlichen Zugang.

Das Thema wird in drei Sektionen in historischer Perspektive, aber auch gegenwartsbezogen diskutiert: Das symbolische Kapital des Buches, die Individualisierung des Exemplars (Sammeln, Zeigen und Zueignen) und Buch und Lebensstil. Während sich die jahrhundertelang tradierten Buchpraktiken und Zuschreibungen mit dem technologiebasierten Übergang vom Manuskript zum Druck um 1450 nicht grundlegend verändert haben, stellen die digitalen Schriftmedien und „E-Books“ traditionelle Wertfunktionalitäten und Buchpraktiken auf den Prüfstein. Die Umstellung vom handgeschriebenen auf das gedruckte Exemplar hat den Buchkörper – die Kodexform des Buchs – kaum tangiert. Disruptive Innovationen und komplexe Technik bringen dagegen neue unkörperliche Formen des Mediums hervor und verändern die Medienspezifik des ‚alten‘ Buchs grundlegend.

Besonders erwünscht sind Beiträge (in deutscher oder englischer Sprache), die die unten angeführten Fragenkomplexe im Fokus der digitalen Transformationen des symbolischen Kapitals des Buchs bedenken:

  • Welche symbolischen Werte werden dem Medium Buch in spezifischen Nutzungskontexten zugeschrieben und in welchen Handlungen drückt sich dies aus?
  • Welche sozialen Praktiken sind im Umgang mit dem Buch etabliert und ändern sich im Zeitalter digitaler ‚Buchmedien‘?
  • Welche Räume, Zeiten und Prozesse bedingen den Buchgebrauch, auch unter den Bedingungen der digitalen Transformation?
  • Wie werden traditionelle Werte und traditioneller Buchgebrauch im digitalen Raum transformiert und sichtbar?
  • Inwiefern ist der Buchgebrauch Ausdruck des individuellen oder eines milieuspezifischen Lebensstils? Wie nehmen digitale Buchmedien diese Zuschreibungen auf und setzen sie um?
  • Welche Transformationen sind gegenwärtig im Fluss und wie könnte das symbolische Kapital des digitalen Buchs zukünftig aussehen?

Einreichung der Bewerbungen

Die Veranstalterinnen bitten um ein aussagekräftiges Abstract (maximal 1.500 Zeichen) des laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekts und / oder eines Tagungsbeitrag sowie eine Kurzvita bis zum 30. Mai 2020 an Prof. Dr. Ute Schneider (uschneid@uni-mainz.de) und Prof. Dr. Ursula Rautenberg (ursula.rautenberg@fau.de). Eine Entscheidung über die Aufnahme der Beiträge erfolgt spätestens zum 30. Juni 2020.

English text

Six young researchers (PhD students and postdocs, up to 5 years after the doctorate) are being sought whose research is located in the above-mentioned contexts. In order to promote networking between young and established researchers, they will have the opportunity to present their topics and to discuss them in depth in a subsequent detailed discussion. 16 renowned scientists from the USA, China, Great Britain, Belgium, Switzerland and Germany have already confirmed their participation in the interdisciplinary conference. Conference languages are German and English.

In case of an invitation, the Volkswagen Foundation will cover the travel and accommodation costs for participation and catering during the three days of the conference.

Conference concept

The primary functions of the book as a medium of communication include the storage and transmission of information that is ‘read’, linguistic and pictorial signs that are decoded. The conference ‘Everything but Reading,’ on the other hand, focuses on the secondary practices of ‘using books as something other than books.’ As long as there have been textual media, books as artifacts have been designed and produced, praised and purchased, given away, collected and displayed, burned and worshipped as representations of ideas and subject matter. They serve as objects of bibliophile desire, means of identity construction and for cultural distinction. The book-as-object is building material for diverse social practices and symbolic-communicative acts on the basis of a collective or individual ascription of meaning (that is, the book’s secondary functions).

The aim of the conference is to shed light, at least to some degree, on the extensive field of symbolic book-related actions based on particular socially accepted valuations and practices within the network of ascriptions of significance and symbolic capital, material qualities and purchase price, and intangible value. While the “materiality of communication” has been a catch phrase for decades in various research contexts, especially in literature and cultural studies, this conference will focus on approaches from communication studies and the study of book history and publication.

The topic will be discussed in three sections in historical perspective, but also with reference to the present day: The book’s symbolic capital, the individualization of the copy (collecting, displaying and dedicating), and the book and lifestyle. While the centuries-long tradition of book practices and value attributions did not fundamentally change during the technology-based transition from manuscript to print around 1450, digital textual media and “e-books” represent a stiff test for traditional value functionalities and book practices. The transition from the handwritten to printed book copy hardly affected the body of the book – the book in codex form. Disruptive innovations and complex technology, on the other hand, are producing new incorporeal forms of the medium and fundamentally changing the media specificity of the ‘old’ book.

We particularly welcome contributions (in German or English) that consider the issues listed below in the focus of the digital transformations of the book’s symbolic capital:What symbolic values are attributed to the book as a medium in specific ways of use and in what practices is this expressed?

  • Which social practices are established in dealing with the book and are changing in the age of digital ‚book media‘?
  • Which spaces, times and processes determine the use of books, even under the conditions of digital transformation?
  • How are traditional values and traditional book use transformed and visible in the digital space?
  • To what extent is the use of books an expression of the individual or a milieu-specific lifestyle? How do digital book media take up and implement these attributions?
  • What transformations are currently in flux and what might the symbolic capital of the digital book look like in the future?

Submission of applications

The organizers ask for a concise abstract of the current or completed research project and a short CV to Prof. Dr. Ursula Rautenberg (ursula.rautenberg@fau.de) and to Prof. Dr. Ute Schneider (uschneid@uni-mainz.de) by 30 May 2020. A decision on the acceptance of contributions will be taken by 30 June 2020 at the latest.

Gründung des „Netzwerks Leseforschung“

Aus dem von der VW Stiftung finanzierten Symposion „Dimensionen des Lesens“, das unter Leitung von Prof. Dr. Ute Schneider, Prof. Dr. Simone Ehmig (Stiftung Lesen) und Prof. Dr. Svenja Hagenhoff (FAU Erlangen) vom 6.-8. November 2019 auf Schloß Herrenhausen in Hannover stattfand, ist die Gründung des „Netzwerks Leseforschung“ hervorgegangen. Das interdisziplinär angelegte Netzwerk soll zukünftig Leseforscher*innen eng verknüpfen, um das Totalphänomen Lesen, seine Funktionen und Leistungen in der aktuellen Medienwelt zu erforschen.

VW-Stiftung fördert Symposium zum Thema „Dimensionen des Lesens“

Lesen ist ein vielschichtiges Alltagsphänomen, das in nahezu allen Lebenssituationen als Rezeptions- und Kom­munikationsgrundlage Relevanz hat und bei jedem Einzelnen in der Gesellschaft ausreichende Kompeten­zen und Praxis erfordert. Vielfach ist das Verständnis des Begriffs „Lesen“ aber enggeführt auf die Nutzung von (gedruckten) Büchern, besonders literarischer Texte. Ziel des Symposiums ist eine Weitung und Dif­ferenzierung des Lesebegriffs, verbunden mit einer Sensibilisierung für das Lesen als allgegenwärtiges Phä­nomen im Alltag jedes Individuums.

Hierzu diskutieren ausgewiesene Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen vom 6. bis zum 8. November 2019 im Schloss Herrenhausen in Hannover. Das Symposium wird von den Buchwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Ute Schneider (Johan­nes-Gutenberg-Universität Mainz) und Prof. Dr. Svenja Hagenhoff (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) sowie von Dr. Simone Ehmig (Stiftung Lesen) konzipiert und organisiert.

Hintergrund und Ziele der Veranstaltung

Mit Lesen wird typischerweise eine wertvolle Kulturtechnik und etwas intellektuell Aufwändiges in Verbindung gebracht. Es wird häufig mit Buchlesen und Buchnutzung gleichgesetzt; andere Lesemedien, -situationen und -anforderungen bleiben in den üblichen Zuschreibungen unberücksichtigt oder werden graduell ab­gewertet. Menschen lesen jedoch nicht nur, wenn sie spezifische und eigens definierte Lesemedien wie Buch oder Zeitung nutzen: Schriftcodierte Zeichen präsentieren sich in allen täglichen Lebenslagen und auf al­len erdenklichen Oberflächen, von Müslipackungen über Beipackzettel, Speisekarten, Fahrpläne, Produktbe­schreibungen, Informationstafeln, Kleidung und E-Mails bis zu WhatsApp-Nachrichten.

Um das Totalphänomen Lesen zu fassen und um für seine Ubiquität zu sensibilisieren, reicht der gerade im deutschsprachigen Raum stark literarisch-ästhetisch geprägte Lesebegriff nicht mehr aus. Mehr noch: Der print- und literaturgeprägte Lesebegriff ist angesichts des beträchtlichen Anteils von Menschen mit unzurei­chenden Lesekompetenzen unter Kindern, Jugendlichen und in der erwachsenen Bevölkerung geradezu kon­traproduktiv, weil er den Erwerb von Lesekompetenz einer bildungsprivilegierten und kulturaffinen Bevöl­kerungsschicht vorzubehalten scheint.

Das Symposium erschließt Lesen als vielschichtiges Phänomen. Es bringt Fachexpert/innen und Nachwuchswis­senschaftler/innen zusammen und stellt die folgenden Fragen in den Mittelpunkt ihres Austauschs:

  1. Worin bestehen die spezifischen Funktionen und Leistungen des Lesens und können sie durch andere Kom­munikationsformen und Signalsysteme überhaupt ersetzt werden?
  2. Weshalb wird angesichts der Omnipräsenz von Schriftzeichen in der alltäglichen Lebenswelt die gesellschaftliche Vorstellung vom “richtigen” Lesen so oft auf die Buchlektüre reduziert?
  3. Welche Wertzuschreibungen an die Kulturtechnik Lesen sind in der Gesellschaft feststellbar? Wie wird Le­sen bewertet mit Blick auf individuelle Leseanforderungen, auf unterschiedliche (Lese-) Medien, aber auch auf demokratische Willensbildungsprozesse?
  4. Welchen Traditionen und Normen unterliegt die aktuelle Ikonographie von Lesen? Welche Lesesituationen und welche Leseatmosphäre werden in den gängigen Social Media-Plattformen wie YouTube, Instagram oder Pinterest dargestellt – und was bedeutet das für bildungspolitische Anstrengungen zur Förderung von Le­sen, zur Alphabetisierung und Grundbildung?
  5. Welche ökonomische Dimension hat Lesen im modernen Wertschöpfungsgefüge? Welche bildungsökonomi­schen Konsequenzen lassen sich beispielsweise erwarten, wenn sich gesellschaftlich eine breitere und all­tagsbezogene Aufmerksamkeit für das Lesen in einem erweiterten, multimedialen und –modalen Sinne etab­lieren lässt.

Ziel des Symposiums ist es, Lesen als gesellschaftliches Totalphänomen sowie interdisziplinären Forschungsge­genstand differenzierter und klarer zu konturieren und aus der Engführung auf das „Lesen guter Bücher“ her­auszuführen. Zu den Ergebnissen soll ein Sammelwerk erscheinen, das Open Access in einem renommier­ten Verlag publiziert werden soll.
Das Symposion dient darüber hinaus der Vorbereitung einer repräsentativen standardisierten Befragung und anschließenden qualitativen Analysen, die gesellschaftliche Wertzuschreibungen an das Lesen und unter­schiedliche Lesemedien erfassen sollen. Bisher sind diese Wertzuschreibungen zwar punktuell sichtbar, be­völkerungsrepräsentativ aber kaum empirisch nachgewiesen.

Fachexpertise

Das Symposium bringt die fachliche Expertise aller zentralen Disziplinen zusammen, die sich mit dem Lesen be­schäftigen. Dementsprechend nehmen ausgewiesene Wissenschaftler/innen aus dem In- und Ausland teil, die zu kognitionswissenschaftlichen Themen, zu Lesesozialisation, Lesedidaktik und –pädagogik, zu Fragen der Kommunikations- und Rezeptionsforschung, zu Ikonografie, kultur- und bildungssoziologischen sowie
-öko­nomischen Themen arbeiten. Digitaler Wandel und für das Lesen relevante Aspekte bilden ein Querschnitts­thema, das in allen Phasen des Symposiums als Realität vorausgesetzt und mitgedacht wird, um der (noch weitgehend) üblichen Kontrastierung von Lesen und Nutzung digitaler Medien entgegenzuwirken.

Zum Zeitpunkt der Bewilligung des Antrags durch die Volkswagen Stiftung hatten ihre Teilnahme bereits zu­gesagt:

Prof. Dr. Kristina Busse | University of South Alabama (USA) | Online-Mediennutzung

Prof. Dr. Christina Domke | Hochschule Fulda | Soziale Kommunikation

Prof. Dr. Anke Grotlüschen | Universität Hamburg | Erwachsenenbildung, Lesekompetenz Erwachsener

Prof. Dr. Falk Huettig | Max-Planck-Institut für Psycholinguistik Nijmwegen (Niederlande)

Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy | Franz Marc Museum Kochel am See | Kunstgeschichte

Prof. Dr. Raphaela Knipp | Universität Bochum | Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft

Dr. Saskia Kohnen | Macquarie University Sydney (Australien) | Neuropsychologie

Prof. Dr. Thomas Lachmann | TU Kaiserslautern | Kognitionspsychologie

Prof. Dr. Anne Mangen | Universität Stavanger (Norwegen) | Koordinatorin des europäischen Forschungsnetz­werks E-READ (EU Cost Action) | Rolle der Digitalisierung für das Lesen

Prof. Philipp Pape | Hochschule Mainz | Kommunikationsdesign

Prof. Dr. Maik Philipp | Hochschule Zürich | Didaktik

Frank Rausch | Berlin | Selbstständiger User Interface Typographer

Prof. Dr. Jascha Rüsseler | Universität Bamberg | Psychologie

Prof. Dr. Sascha Schroeder | Universität Göttingen | Psychologie

Prof. Dr. Jurgis Skilters | Universität Riga (Lettland) | Kognitionswissenschaft

Publikationen

Monographien

(zs. mit Volker R. Remmert) Eine Disziplin und ihre Verleger. Disziplinenkultur und Publikationswesen der Mathematik in Deutschland, 1871-1949. Bielefeld: transcript 2010 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften. 4)

Der unsichtbare Zweite. Die Berufsgeschichte des Lektors im literarischen Verlag. Göttingen: Wallstein Verlag 2005.

Friedrich Nicolais Allgemeine Deutsche Bibliothek als Integrationsmedium der Gelehrtenrepublik. Wiesbaden: Harrassowitz 1995 (= Mainzer Schriften zur Buchwissenschaft. 1).

Herausgabe

Animal Print. Das populäre Tiersachbuch. Non Fiktion Heft 1-2 (2020) Hannover: Wehrhahn (zs. mit Michael Schikowski)

Medium Buch. Wolfenbütteler interdisziplinäre Studien. Heft 1 (2019): Praxeologische Studien zur historischen Buchwissenschaft.

Meilensteine buchwissenschaftlicher Forschung. Ein Reader zentraler Quellen und Materialien. Wiesbaden: Harrassowitz 2017 (Mainzer Studien zur Buchwissenschaft. 25) (zs. mit Stephan Füssel)

Klassiker der Sachliteratur. Eine Anthologie vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahr-hundert. Hannover: Wehrhahn 2016 (= Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen 10 [2015], Heft 1 und 2) (zs. mit Christian Meierhofer und Michael Sarkowski).

Lesen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Berlin, Boston: De Gruyter 2015 (zs. mit Ursula Rautenberg)

Imprimatur. Ein Jahrbuch für Bücherfreunde. Neue Folge Band XVIff. München: Gesellschaft der Bibliophilen 2001 ff.  www.Bibliophilie.de

Archiv für Geschichte des Buchwesens. Band 67-69. München: De Gruyter Saur 2012-2014.  (zs. mit Ursula Rautenberg) Verlag De Gruyter Saur

Karl Gutzkow (1811-1878) – Publizistik, Literatur und Buchmarkt zwischen Vormärz und Gründerzeit. Wiesbaden: Harrassowitz 20https://www.buchwissenschaft.uni-mainz.de/profile/schneider/schneider-publikationen/13 (Buchwissenschaftliche Beiträge. 84) (zs. mit Wolfgang Lukas)

Verlagsgeschichtsschreibung. Modelle und Archivfunde. Wiesbaden: Harrassowitz 2012 (zs. mit Corinna Norrick).

Publikationsstrategien einer Disziplin – Mathematik in Kaiserreich und Weimarer Republik. Wiesbaden. Harrassowitz 2008 (Mainzer Studien zur Buchwissenschaft. 19). (zs. mit Volker R. Remmert)

Wissenschaftsverlage zwischen Professionalisierung und Popularisierung. Wiesbaden: Harrassowitz 2007 (Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens. 41). (zs. mit Monika Estermann).

Buchkulturen. Beiträge zur Geschichte der Literaturvermittlung. Festschrift für Reinhard Wittmann. Wiesbaden: Harrassowitz 2005 (zs. mit Monika Estermann und Ernst Fischer).
(zs. mit Christine Haug:) Karl Gutzkow: Literarische Industrie; sowie: In Sachen des Nachdrucks; sowie: Über eine Reform des deutschen Buchhandels; sowie: Literarsicher Augiasstall; sowie:

Illustration und Volksverdummung; sowie: Der deutsche Gänsekiel; sowie: Eisenbahnbibliotheken. In: Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe. Hrsg. vom Editionsprojekt Karl Gutzkow (Dezember 2004) URL: http://www.gutzkow.de

(zs. mit Christine Haug): Karl F. Gutzkow: Die deutschen Uebersetzungsfabriken; Karl F. Gutzkow: Ueber Preisherabsetzungen im Buchhandel. In: Karl Gutzkow. Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe. Eröffnungsband, hrsg. von Martina Lauster und Gert Vonhoff  (mit CD-ROM). Münster 2001

Das Lektorat – Eine Bestandsaufnahme. Beiträge zum Lektorat im literarischen Verlag. Wiesbaden: Harrassowitz 1997 (= Mainzer Schriften zur Buchwissenschaft 6).

Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden

Die mühsame Organisation des Bücherkaufs im 18. Jahrhundert – Räume, Akteure, Instrumente. In: Frühneuzeitliche Naturforschung in Briefen, Büchern und Bilder. Christoph Jakob Trew. Hrsg. von Elisabeth Engl, Hans Dickel und Ursula Rautenberg. Stuttgart: Hiersemann 2021, S. 97-112.

Buchmaterialität und Wertzuschreibung. In: Kontext Buch. Festschrift für Stephan Füssel. Hrsg. von Christoph Reske. Wiesbaden: Harrassowitz 2020, S. 101-108.

Literaturverhältnisse I: Entwicklung des Literaturmarkts: Buchhandelsbranche und Druckgewerbe. In: Handbuch Vormärz. Hrsg. von Norbert Eke. Bielefeld: Aisthesis 2020, S. 455-464.

Verlagswesen. In: Grundthemen der Literaturwissenschaft: Literarische Institutionen. Hrsg. von Norbert Eke und Stefan Elit. Berlin, Boston: de Gruyter 2019, S. 357-370.

Facettenreich und unverzichtbar. Die multiplen Leistungen und Funktionen der Kulturtechnik Lesen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (2019), Heft 12, S. 9-14, auch unter. http://www.bpb.de/apuz/287311/die-multiplen-leistungen-und-funktionen-der-kulturtechnik-lesen.

Bücher zeigen und Leseatmosphären inszenieren – vom Habitus enthusiastischer Leserinnen und Leser. In: Carlos Spoerhase / Steffen Martus (Hrsg.): Gelesene Literatur. Sonderband Text + Kritik 2018, S. 111-120.

The Social Dimension of the Printed Book as a Medium. In: TXT – The Book Issue: Social symbolism. Leiden 2018, S. 119-126.

Wissenschaftskommunikation. In: Enzyklopädie der Neuzeit Online. Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Leiden: Brill 2018 http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_COM_058649

Ökonomie der Flugschriften. In: ebd. http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a1113000

Buchhandel. In: ebd. http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a0561000

Buchmarkt. In: ebd. http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a0564000

Buchmesse. In: ebd. http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a0565000

Lyrik auf dem Markt. In: Handbuch Lyrik. 2. Aufl. Hrsg. von Dieter Lamping. Stutt-gart: springer nature (Metzler) 2016, S. 313-320.

Unseld, Siegfried. In: Neue Deutsche Biographie. Band 26. Berlin: Duncker & Humblot 2016, S. 650-652.

Urban, Eduard. In: ebd., S. 661-662.

Vahlen, Franz. In: ebd., S. 689-690.

Ein System geprägt von Wertigkeiten: das Buch und sein Markt. In: Literatur für Le-ser. Heft 2/2015 (2016), S. 85-97.

Historisch-hermeneutische Ansätze der Lese- und Leserforschung. In: Lesen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Hrsg. von Ursula Rautenberg und Ute Schneider. Berlin, Boston: De Gruyter 2015, S. 85-114 (zs. mit Ursula Rautenberg)

Frühe Neuzeit. In: ebd., S. 739-763.

Moderne. In: ebd., S. 765-791.

Wissenschaftliche Verlage. In: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Band 3: Drittes Reich. Hrsg. von Ernst Fischer und Reinhard Wittmann unter Mitarbeit von Jan-Pieter Barbian. Berlin: De Gruyter 2015, S. 381-424.

Der Verlag Mercator – Strategien des Vertriebs. In: Gerhard Mercator. Wissenschaft und Wissenstransfer. Hrsg. von Ute Schneider und Stefan Brakensiek unter Mitarbeit von Timocin Celebi. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2015, S. 41-53.

Das Firmenarchiv des 18. Jahrhunderts als Ausgangsbasis verlagshistorischer Forschung. In: Merkur und Minerva. Der Hallesche Verlag Gebauer im Europa der Aufklärung. Hrsg. von Daniel Fulda und Christine Haug. Wiesbaden: Harrassowitz 2015 (Buchwissenschaftliche Beiträge. 89), S. 43-59.

Für Kenner und Liebhaber – Zur Idee und Konzeption der Zeitschrift Der  Naturforscher (1774-1804). In: Naturkunde im Wochentakt. Zeitschriftenwissen der Aufklärung. Hrsg. von Tanja van Hoorn und Alexander Košenina. Frankfurt am Main: Peter Lang 2014 (Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge. 28), S. 137-156.

„Wozu lesen?“ Persistente Funktionen des Lesens im sozialen Kontext. In: Internationales Archiv für die Sozialgeschichte der Literatur 39 (2014), Heft 1, S. 268-283.

»… ob und wie die Censur zu verbeßern seye.« Der Fall Rebmann, Vollmer, Cramer in Erfurt 1795. In: Subversive Literatur. Erfurter Autoren und Verlage im Zeitalter der Französischen Revolution. Hrsg. von Martin Mulsow und Dirk Sangmeister. Göttingen: Wallstein 2014, S. 151-168.

Amazonen im Aufbruch – der Frauenbuchmarkt der 1970er-Jahre als neues Marktsegment. In: Fiktionen und Realitäten. Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Hrsg. von Brigitte Jirku und Marion Schulz. Frankfurt am Main: Peter Lang 2013 (Inter-Lit. 14), S. 55-73.

Publizieren. In: Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens. Ein Handwörterbuch. Hrsg. von Ute Frietsch und Jörg Rogge. Bielefeld: transcript 2013, S. 328-332.

Rezension. In: Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens. Ein Handwörterbuch. Hrsg. von Ute Frietsch und Jörg Rogge. Bielefeld: transcript 2013, S. 346-351.

Karl Gutzkow – Wandlungen des Buchmarktes im 19. Jahrhundert und die Pluralisierung der Autorenrolle. In: Karl Gutzkow (1811-1878) – Publizistik, Literatur und Buchmarkt zwischen Vormärz und Gründerzeit. Wiesbaden: Harrassowitz 2013 (Buchwissenschaftliche Beiträge. 84), S. 7-19 (zs. mit Wolfgang Lukas).

Suhrkamp, Peter. In: Neue Deutsche Biographie. Hrsg. von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 4. Ausgabe. Bd 25. Berlin 2013, S. 692-694.

Anomie der Moderne. Kulturelle Praxis und soziale Norm des Lesens. In: Sinn und Unsinn des Lesens. Gegenstände, Darstellungen und Argument aus Geschichte und Gegenwart. Hrsg. von Axel Kuhn und Sandra Rühr. Göttingen: v&r 2013, S. 143-157.

Literatur auf dem Markt – Kommunikation, Aufmerksamkeit, Inszenierung. In: Literaturbetrieb. Zur Poetik einer Produktionsgemeinschaft. Hrsg. von Philipp Theisohn und Christine Weder. München: Wilhelm Fink 2013, S. 235-247.

Verlagsorganisation: Lektorat. In: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 2: Weimarer Republik. Teil 2. Hrsg. von Ernst Fischer und Stephan Füssel. Berlin u.a.: De Gruyter 2012, S. 271-282.

Art. Zensur, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 15. Wissen-Zyklizität. Nachträge. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2012, Sp. 425-426 und 429-435.

Verlagsgeschichte als Unternehmensgeschichte. In: Verlagsgeschichtsschreibung. Modelle und Archivfunde. Hrsg. von Corinna Norrick und Ute Schneider. Wiesbaden: Harrassowitz 2012, S. 77-92.

Die Medienstadt der Frühen Neuzeit. In: Stadt und Medien. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hrsg. von Clemens Zimmermann. Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2012 Städteforschung, Reihe A: Darstellungen. 85), S. 49-76.

Literatur zur Unterhaltung der Massen: Christian August Vulpius auf dem Buchmarkt um 1800. In: Andere Klassik. Das Werk von Christian August Vulpius (1762-1827). Hrsg. von Alexander Košenina. Hannover: Wehrhahn 2012, S. 26-38.

Lektüre für die Metropole. Der Ullstein Buchverlag 1903-1918. In: Ullstein Chronik 1903-12011. Hrsg. von Anne Enderlein unter Mitarbeit von Ulf Geyersbach. Berlin: Ullstein 2011, S. 28-62.

Grundlagen des Mediensystems: Drucker, Verleger und Buchhändler in ihren ökonomischen Beziehungen 1600-1750. In: Das Mediensystem im Alten Reich 1600-1750. Hrsg. von Johannes Arndt und Esther-Beate Körber. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010, S. 27-37.

Springer, Verleger. In: Neue Deutsche Biographie. Hrsg. von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 4. Ausgabe. Bd 24. Berlin 2010, S. 755-757.

scientific books and journals. In: Oxford Companion to the Book. Ed. Michael F. Suarez SJ and H. R. Woudhuysen. Oxford: Oxford University Press 2010, Vol. 2, S. 1134-1136.

Ebd. auch:

Albatross Verlag – Andere Bibliothek – Aufbau Verlag – Baedeker, Karl – Baer – Beck, C. H. – Bertelsmann – Braun + Schneider – Bremer Presse – Brockhaus, F. A. – Bronke, Wilhelm – Campe, Julius – Cassirer, Paul and Bruno – Cornelsen – Cotta, Johann Friedrich – Cranach-Presse – de Gruyter – Deutsche Verlagsanstalt – Deutscher Taschenbuchverlag (dtv) – Diederichs – F. Eher Nachf. – Fischer, S. – Fock – Goschen – Gutenberg-Jahrbuch – Gutenberg-Preis – Hanser – Harrassowitz – Haufe – Herder – Holtzbrinck – Hugenberg – Insel – Imprimatur – Klett – Langen – Langen­scheidt – Lorck – Malik Verlag – Mathematical tables – Metzler – Meyer/Bibliogr. Institut – Müller, Georg – Nicolai, Friedrich – Oldenbourg – Perthes – Reclam – Reclams Universalbibliothek – Rowohlt, Ernst – Sammlung Goschen – Saur, K. G. – Schocken Books – Schott (Music) – Seven Seas Books – Springer – Suhrkamp, Peter – Taschen – Tauchnitz – Teubner – Tieme, Georg – Ullstein – Vandenhoeck – Volk und Welt – Weidmann and Reich – Wolff, Kurt

Art. Pseudonym, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 10: Physiologie – Religiöses Epos. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2009, Sp. 533-535.

Art. Raubdruck, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 10: Physiologie – Religiöses Epos. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2009, Sp. 650-652.

Art. Leser/in, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 7: Konzert – Männlichkeit. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2008, Sp. 850-853.

Friedrich Nicolais verlegerisches Handeln auf einem Buchmarkt im Wandel. In: Friedrich Nicolai und die Berliner Aufklärung. Hrsg. von Rainer Falk und Alexander Košenina. Berlin: Wehrhan Verlag 2008, S. 121-138.

(zs. mit Volker Remmert) Wissenschaftliches Publizieren in der ökonomischen Krise der Weimarer Republik – Das Fallbeispiel Mathematik in den Verlagen B. G. Teubner, Julius Springer und Walter de Gruyter. In. Archiv für Geschichte des Buchwesens 62 (2008), S. 189-212.

Konkurrenten auf dem mathematischen Markt – Verlagshäuser 1871-1918. In: Volker R. Remmert/Ute Schneider (Hrsg.): Publikationsstrategien einer Disziplin – Mathematik in Kaiserreich und Weimarer Republik. Wiesbaden: Harrassowitz 2008, S. 109-140.

Räumungsverkauf im Klassikerverlag (1864-1871). Die Verträge zwischen der J. G. Cotta’schen Buchhandlung und dem Antiquariat von Joseph Baer. In: Parallelwelten des Buches. Beiträge zu Buchpolitik, Verlagsgeschichte, Bibliophilie und Buchkunst. Festschrift für Wulf D. v. Lucius. Hrsg. von Monika Estermann, Ernst Fischer und Reinhard Wittmann. Wiesbaden. Harrassowitz 2008, S. 303-314.

Art. Mäzen, Literatur, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 8: Manufaktur – Naturgeschichte. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2008, Sp. 184-186.

Der wissenschaftliche Verlag. In: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 2: Weimarer Republik. Teil 1. Hrsg. von Ernst Fischer und Stephan Füssel. München: Saur 2007, S. 379-440.

Buchkäufer und Leserschaft. In: ebd., S. 149-196.

Eine Stadt liest – Berliner Buchhandel und Verlagswesen. In: Berlin – Medien und Kulturgeschichte einer Hauptstadt. Hrsg. von Matthias Bauer. Tübingen: Franck 2007, S. 73-88.

Art. Honorar, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 5: Gymnasium – Japanhandel. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2007, Sp. 646-649. Art. Index verbotener Bücher, in: ebd., Sp. 811-813. Art. Inkunabel, in: ebd., Sp. 995-999.

Lesen als Luxus und Modeerscheinung. In: Frühmoderne Bücherwelten. Die Bibliothek des 18. Jahrhunderts und das Hallesche Waisenhaus. Ausstellungskatalog. Hrsg. von Bodo-Michael Baumunk. Halle: Franckesche Stiftungen 2007, S. 105-109.

Mathematik im Verlag B. G. Teubner – Strategien der Programmprofilierung und der Positionierung auf einem Teilmarkt während des Kaiserreichs. In: Wissenschaftsverlage zwischen Professionalisierung und Popularisierung. Hrsg. von Monika Estermann und Ute Schneider. Wiesbaden: Harrassowitz 2007 (Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens. 41), S. 129-146.

(zs. mit Volker Remmert) „Ich bin wirklich glücklich zu preisen, einen solchen Verleger-Freund zu besitzen.“ Aspekte mathematischen Publizierens im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. In: Mitteilungen der Deutschen Mathematikervereinigung 14-4 (2006), S. 196-205.

Art. Buchdruck, in: Das BuchMarktBuch. Der Literaturbetrieb in Grundbegriffen. Hrsg. von Erhard Schütz. Reinbek: Rowohlt 2005, S. 71-73. Art. Buchgemeinschaften, in: ebd., S. 74-76. Art. Buchhandel, in: ebd., S. 76-81.

Die Funktion wissenschaftlicher Rezensionszeitschriften im Kommunikationsprozess der Gelehrten. In: Kultur der Kommunikation: Die europäische Gelehrtenrepublik im Zeitalter von Leibniz und Lessing. Hrsg. von Ulrich Johannes Schneider. Wiesbaden: Harrassowitz 2005 (Wolfenbütteler Forschungen. 109), S. 279-291. Art. Buchhandel, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 2: Beobachtung – Dürre. Hrsg. von Friedrich Jäger. Stuttgart: Metzler 2005, Sp. 499-501; Art. Buchmesse, in: ebd., Sp. 506-508; Art. Buchmarkt, in: ebd., Sp. 508-510.

Das Buch als Wissensvermittler in der Frühen Neuzeit. In: Kommunikation und Medien in der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Johannes Burkhardt und Christine Werkstetter. München: Oldenbourg 2005 (Historische Zeitschrift, Beiheft. 41), S. 63-78.

Ein Erfolgsroman im gelehrten Programm. Samuel Richardsons Clarissa (1748-1753) bei Abraham Vandenhoeck. In: Buchkulturen. Festschrift für Reinhard Wittmann. Hrsg. von Monika Estermann, Ernst Fischer und Ute Schneider. Wiesbaden: Harrassowitz 2005, S. 211-232.

Profilierung auf dem Markt – der Kulturverleger um 1900. In: Zeitdiskurse. Reflexionen zum 19. und 20. Jahrhundert. Hrsg. von Roland Berbig, Martina Lauster und Rolf Parr. Heidelberg: Synchron Wissenschaftsverlag 2004, S. 349-362.

Lasitaju izpetes vesture: In: Kentaurs XXI (2004), 34, S. 112-124.

Neuprofilierung eines Autors: Karl F. Gutzkows Schriften und Briefe im Internet. In: Edition und Internet. Hrsg. von Jörg Meier und Arne Ziegler. Berlin: Weidler 2004 (Beiträge zur Editionsphilologie. Editionen und Materialien. 2), S. 133-148.

Heinrich Hubert Houben. In: Internationales Germanistenlexikon 1800-1950. Hrsg. von Christoph König, bearb. von Birgit Wägenbauer u.a. Berlin: de Gruyter 2003, S. 810-812 Arthur Luther. In: ebd., S. 1132-1133.

Die Bücher und die Lesewelt um 1827 – der Buchmarkt im Gründungsjahr der Koblenzer Stadtbibliothek. In: „Um eine Bibliothek auch in unsrer Stadt zu gründen“. Katalog zur Jubiläumsausstellung der Stadtbibliothek Koblenz. Bearbeitet von Bernd Schmeißer. Koblenz 2002, S. 15-26.

Der Buchverlag in der perfektionierten Vermarktungskette. In: 125 Jahre Ullstein. Presse- und Verlagsgeschichte im Zeichen der Eule. Berlin: Axel Springer Verlag 2002, S. 46-53.

Neue Medien zwischen Euphorie und Skepsis. In: Die Macht der Schrift. 5000 Jahre Medien und ihre Wirkung. Begleitband zur Ausstellung im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg 13.5.2001-30.9.2001. Duisburg 2001, S. 11-19.

Artikulationsort Zeitschrift. In: Aufbruch ins 20. Jahrhundert. Über Avantgarden. Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold. Sonderband text + kritik. München 2001, S. 171-181.

Die Konstante in der Beziehung Autor – Verlag: Lektor oder Literaturagent? In: Literarische Agenten. Heimliche Herrscher im Literaturbetrieb? Hrsg. von Ernst Fischer. Wiesbaden: Harrassowitz 2001 (Mainzer Schriften zur Buchwissenschaft 11), S. 33-40.

Prachtvoll geschmückte Initialen und Blumenranken. Illuminatoren gaben jedem einzelnen Bibel-Exemplar sein individuelles Aussehen. In: Frankfurter Rundschau, Beilage »Gutenberg 2000« vom 14.4.2000, S. 3.

Die „Romanabteilung“ im Ullstein Konzern der 20er und 30er Jahre. In: Internationales Archiv für die Sozialgeschichte der Literatur 25 (2000), Heft 2, S. 93-114.

Literarische und politische Gegenöffentlichkeit. Die Frankfurter Buchmesse in den Jahren 1967 bis 1969. In: 50 Jahre Frankfurter Buchmesse. 1949-1999. Hrsg. von Stephan Füssel. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1999, S. 89-114.

Literaturkritische Zeitschriften. In: Von Almanach bis Zeitung. Ein Handbuch der Medien in Deutschland 1700-1800. Hrsg. von Ernst Fischer, Wilhelm Haefs und York-Gotthart Mix. München: C.H. Beck 1999, S. 191-206.

Forschungsgeschichte des Buch- und Broschürenautors. In: Medienwissenschaft. Ein Handbuch zur Entwicklung der Medien und Komunikationsformen. Hrsg. von Joachim-Felix Leonhard, Hans-Werner Ludwig, Dietrich Schwarze und Erich Straßner. 1. Teilband. Berlin, New York: Walter de Gruyter 1999, S. 574-583.

Forschungsgeschichte des Lesers. In: Medienwissenschaft. Ein Handbuch zur Entwicklung der Medien und Komunikationsformen. Hrsg. von Joachim-Felix Leonhard, Hans-Werner Ludwig, Dietrich Schwarze und Erich Straßner. 1. Teilband. Berlin, New York: Walter de Gruyter 1999, S. 583-591.

Die Buchmesse im Gegenwind. Die Frankfurter Buchmesse in den Jahren 1967 bis 1969. In: 50. Buchmesse. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel Nr. 79 vom 2.10.1998, S. 23-28.

Im Durchschnitt jährlich fünf. Der statistisch gemessene Leser. In: Kursbuch 133 (1998), S. 135-148.

Buchwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte. Interdisziplinäre Forschungsprobleme in der Buchgeschichte. In: Im Zentrum: das Buch. 50 Jahre Buchwissenschaft in Mainz. Hrsg. von Stephan Füssel. Mainz 1997, S. 50-61.

Hundert Jahre Lektoratsarbeit. Vorschläge zu einer Analyse. In: Das Lektorat – eine Bestandsaufnahme. Beiträge zum Lektorat im literarischen Verlag. Hrsg. von Ute Schneider. Wiesbaden: Harrassowitz 1997 (Mainzer Schriften zur Buchwissenschaft. Band 6), S. 99-116.

„Wer in aller Welt liest denn noch die Anzeigen so viel unnützer Dinge?“ – Ernst Theodor Langer und das Ende der Allgemeinen Deutschen Bibliothek. In: Fördern und Bewahren. Studien zur europäischen Kulturgeschichte der frühen Neuzeit. Festschrift anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Dr. Günther Findel-Stiftung zur Förderung der Wissenschaften. Hrsg. von Helwig Schmidt-Glintzer. Wiesbaden: Harrassowitz 1996 (Wolfenbütteler Forschungen. Band 70), S. 91-105.

Lektürebudgets in Privathaushalten der zwanziger Jahre. In: Gutenberg-Jahrbuch 1996, S. 341-351.

Ein deutsches Journal im zaristischen Rußland. In: Buchhandelsgeschichte 1992/4, S. B121-B132.

Die St. Petersburger Zeitung in den Jahren 1888-1913. Eine Quelle zum Buch- und Bibliothekswesen im St. Petersburg der Jahrhundertwende. In: Gutenberg-Jahrbuch 1988, S. 359-377.

Internet-Publikationen

Gutzkow-Edition im Internet. Eine Projektskizze. In: literaturkritik.de, Nr. 4 (1999), URL: literaturkritik.de/txt/1999-04-30.html (März 1999)

Tagungsberichte

Das Schicksal der vielen Bücher – heute und morgen. In: Bibliothek. Forschung und Praxis 14 (1990) Heft 1, S. 68-71.

Das Schicksal der vielen Bücher – heute und morgen. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 37 (1990), S. 104-106.

Wissenschaftsentwicklung und Wissensvermittlung (Bericht). In: Buchhandelsgeschichte 1993/4, S. B138-B140.

Gelungene Verbindung zwischen Theorie und Praxis. In: Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Nr. 18 vom 3.3.95, S. 10-12. (Bericht zum 3.Mainzer Kolloquium: Aspekte der Buchillustration)

Diskussionsbericht zum Mainzer Symposion „Probleme des Verlagsgeschäfts“. In: Probleme des Verlagsgeschäfts. Hrsg. von Hans Altenhein. Wiesbaden: Harrassowitz 1995 (Mainzer Schriften zur Buchwissenschaft. Band 2), S. 113-118.

Leserschichten und Lektüreinteressen. In: Buchhandelsgeschichte 1995/4, S. B171-B173.

Rezensionen

Günter Mieth: Literarische Kultur und gesellschaftliches Leben in Deutschland 1789-1806. Berlin 1988. In: Germanistik. Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen 32 (1991), Heft 3/4, S. 825.

Register zum Gutenberg-Jahrbuch 1976-1986. Bearbeitet von Susanne Beßlich. Mainz: Gutenberg-Gesellschaft 1989. In: Journal für Druckgeschichte Nr.4 (1991), S. 33/34.

Bruno Gisi: Der Drucker. Ein Beruf im Wandel der Zeit. Aarau, Stuttgart 1989. In: Journal für Druckgeschichte Nr.4 (1991), S. 34.

Wolfgang Schlieder: Riesaufdrucke. Volkstümliche Grafik im alten Papiermachergewerbe. Leipzig: Fachbuchverlag 1988. München, New York, London, Paris: Saur 1989 und Wisso Weiss: Historische Wasserzeichen. Leipzig: Bibliographisches Institut 1986. München, New York, London, Paris: Saur 1987. In: Journal für Druckgeschichte Nr. 5 (1993), S. 34-35.

Le livre religieux et ses pratiques. Études sur l’histoire religieux en Allemagne et en France à l’èpoque moderne. Der Umgang mit dem religiösen Buch. Studien zur Geschichte des religiösen Buches in Deutschland und Frankreich in der frühen Neuzeit. Hrsg. von Hans Erich Bödeker, Gerald Chaix und Patrice Veit. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1991 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. 101). In: Buchhandelsgeschichte 1994/3, S. B130-B132.

Beiträge zur Methodengeschichte der neueren Philologien. Zum 125jährigen Bestehen des Max Niemeyer Verlages. Hrsg. von Robert Harsch-Niemeyer. Tübingen: Niemeyer 1995. In: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge (1998), Heft 2, S. 489-490.

Studien und Essays zur Druckgeschichte. Festschrift für Claus W. Gerhardt zum siebzigsten Geburtstag. Hrsg. von Roger Münch. Wiesbaden: Harrassowitz 1997. In: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 9 (1999), S. 409-412.

Berliner Aufklärung. Kulturwissenschaftliche Studien. Bd. 1. Hrsg. von Ursula Goldenbaum und Alexander Košenina. Hannover: Werhahn 1999. In: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge 10 (2000), Heft 2, S. 397-399.

Buchwissenschaft und Buchwirkungsforschung. VIII. Leipziger Hochschultage für Medien und Kommunikation Hrsg. von Dietrich Kerlen und Inka Kirste. Leipzig: Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft 2000. In: Bertelsmann-Briefe (2000), Heft 143, S. 57.

Perspektiven der Buch- und Kommunikationskultur. Hrsg. von Joachim Knape und Hermann-Arndt Riethmüller. Tübingen : Osiander 2000. In: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge 11 (2001) (in Vorbereitung).

Handbuch Lesen. Im Auftrag der Stiftung Lesen und der Deutschen Literaturkonferenz hrsg. von Bodo Franzmann, Klaus Hasemann, Dietrich Löffler und Erich Schön. München: Saur 1999. In: literaturkritik.de, Nr. 10 (1999), URL: literaturkritik.de/txt/1999-10-14.html (Oktober 1999).

Die Welt des Lesens. Von der Schriftrolle zum Bildschirm. Hrsg. von Roger Chartier und Guglielmo Cavallo. Frankfurt/Main: Campus, Paris: Editions de la Maison des Sciences de l’Homme 1999. In: literaturkritik.de, Nr. 10 (1999), URL: literaturkritik.de/txt/1999-10-15.html (Oktober 1999).

Karl Gutzkow: Über Goethe. Im Wendepunkte zweier Jahrhunderte (1836). Eine kritische Verteidigung. Hrsg. von Olaf Kramer. Tübingen: Klöpfer & Meyer 1999 (Promenade. 12). In: literaturkritik.de, Nr. 11 (1999), URL: literaturkritik.de/txt/1999-11-23.html. (November 1999)

Geschichte des deutschen Buchwesens. Hrsg. von Mark Lehmstedt. CD-ROM. Berlin: Digitale Bibliothek 2000. In: literaturkritik.de, Nr. 6 (2000)

Buchkultur inmitten der Industrie. 225 Jahre G. D. Baedeker in Essen. Hrsg. von Dorothea Bessen und Klaus Wisotzky. Essen: Klartext-Verlag 2000 (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Essen. 3). In: IASL online, Juli 2001; URL: iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/schneid2.html

Doris Reimer: Passion & Kalkül. Der Verleger Georg Andreas Reimer (1776-1842). Berlin, New York: de Gruyter 1999, mit CD-ROM. In: literaturkritik.de, Nr. 8 (2001); URL: literaturkritik.de/txt/2001-08/2001-08-0097.html

Klaus Piper: Lesen heißt doppelt leben. Erinnerungen. Unter Mitarbeit von Dagmar von Erffa. Mit 42 Abbildungen. Piper Verlag, München, Zürich 2000. In:literaturkritik.de, Nr. 9 (2001); URL: literaturkritik.de/txt/2001-09/2001-09-0016.html

Perspektiven der Buch- und Kommunikationskultur. Hrsg. von Joachim Knape und Hermann-Arndt Riethmüller. Tübingen: Osiander 2000. In: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge 1 (2002), S. 214-215.

Nicolaus Wegmann: Bücherlabyrinthe: Suchen und Finden im alexandrinischen Zeitalter. Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2000. In: Zeitschrift für Bibliothekwesen und Bibliographie 49 (2002), Heft 3, S. 180.

Repertorium zu Albrecht von Hallers Korrespondenz 1724-1777. Hrsg. von Urs Boschung, Barbara Braun-Bucher, Stefan Hächler, Anne K. Ott, Hubert Steinke und Martin Stuber. (Studia Halleriana, VII 1+2) Basel: Schwabe & Co. AG Verlag 2002, 2 Bde. mit CD-ROM. In: Humanities, Sozial- und Kulturgeschichte (H-Soz-u-Kult).

Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften, 22. Mai 2002, URL: hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=1533&type=rezbuecher

Pamela E. Selwyn: Everyday Life in the German Book Trade. Friedrich Nicolai as Bookseller and Publisher in the Age of Enlightenment 1750-1810. Pennsylvania 2000. In: Arbitrium (2003), Heft 3, S. 85-87.

Helen Müller: Wissenschaft und Markt um 1900. Das Verlagsunternehmen Walter de Gruyter im literarischen Feld der Jahrhundertwende. Tübingen 2004 (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur. 104). In: Zeitschrift für Germanistik Neue Folge XV, 3 (2005), S. 680-682.

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Gereon Blaseio, Hedwig Pompe, Jens Ruchatz (Hrsg.): Popularisierung und Popularität. Köln 2005. In: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge XVI – 3/2006, S. 704-705.

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Wissenschaftliche Redaktionen

Ausstellungskatalog Matthaeus Merian d.Ä. Frankfurt/Main: Museum für Kunsthandwerk 1993.
Gutenberg-Jahrbuch 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003
Gutenberg-Festschrift 2000

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