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EU-Projekt TISP stellt „Smart Book“ vor

Wie kann der Dialog zwischen Verlagen und Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gefördert werden? Wo gibt es Gelegenheiten für den Austausch zu Themen um die Innovation im Digitalen Publizieren ?
Eine konkretes Lösungsangebot für diese Fragen macht das europaweite Netzwerk „Technology and Innovation for Smart Publishing“ (TISP), das von der Europäischen Kommission gefördert wird. Ziel des Netzwerkes ist es, Innovationen im Schnittbereich der beiden Branchen zu fördern und mit Strategieempfehlungen auf die weitere Verbesserung der nationalen und europäischen Rahmenbedingungen für Innovation im Digitalen Publizieren hinzuwirken.
Am 8. April 2014 hat das TISP-Netzwerk nun in London als eine seiner wichtigsten Ergebnisformen sein „Smart Book“ vorgestellt, eine im Web frei zugängliche Informationsquelle für alle, die in der Verlags- oder  IKT-Branche tätig sind und in Innovationen beim Digitalen Publizieren Geschäftsmöglichkeiten sehen.
Die offizielle Vorstellung des „Smart Book“ fand auf der Londoner Buchmesse im Rahmen des Seminars „Publishing and the ICT sector: how skills are changing in these different sectors to be able to work more closely together” statt, einer der vielen Veranstaltungen, die TISP auf wichtigen Buch- und Technologie-Messen sowie bei internationalen Konferenzen zu relevanten Themen für die beiden Zielgruppen organisiert. TISP kooperierte für das erwähnte Seminar mit der EU-Kampagne „E-skills for Jobs 2014”, die darauf abzielt, die Bedeutung von IT-Qualifikationen auf dem europäischen Arbeitsmarkt hervorzuheben, wesentlich dazu beitragen, Europa zu einem immer innovativeren und wettbewerbsfähigeren Wirtschaftsraum zu machen.
Das Herz des „Smart Book“ sind Business Cases; diese stellen Beispiele von erfolgreichen Kooperationen zwischen IKT-Unternehmen und Unternehmen der Buchbranche vor – für Deutschland ist da z.B. der interessante Fall des Produktes „Apokalysis“ von Bastei Lübbe enthalten. Außerdem gibt es im „Smart Book“ Informationen über aktuelle technologische Entwicklungen sowie zu interessanten Start-Ups und zu Initiativen, die den Dialog zwischen den beiden Branchen anregen. Das „Smart Book“ wird ständig mit Zusammenfassungen relevanter Veranstaltungen, die vom Netzwerks organisiert werden, aktualisiert sowie um Studien und Interviews mit Fachleuten aus beiden Welten erweitert – auch die Studie zur (Nicht-)Interoperabilität von E-Book-Formaten der beiden Mainzer Forscher Franz Rothlauf (Wirtschaftsinformatik) und Christoph Bläsi (Buchwissenschaft) ist enthalten. Insgesamt ergibt sich damit ein je aktueller Überblick über Trends und Themen der Buch- und IKT-Branche.
Prof. Dr. Christoph Bläsi vom Mainzer Institut für Buchwissenschaft, das am TISP-Netzwerk beteiligt ist, freut sich, dass der über die Veranstaltungen angeregte Kontakt zwischen den beiden Branchen mit dem „Smart Book“ jetzt auch virtuell eine Plattform hat: „Um die immensen Innovationspotentiale für nutzenstiftende und zeitgemäße Publikationsprodukte auszuschöpfen, müssen IKT-Unternehmen und Verlage eine Basis für den produktiven Austausch finden: Verlage müssen erkennen, wo potentiell interessante technische Lösungen entstehen, und IKT-Unternehmen müssen verstehen, was die originären Aufgaben und Kompetenzen von Verlagen sind – genau dabei helfen TISP im Allgemeinen und das „Smart Book“ im Besonderen !“

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