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Programm des Mainzer Kolloquiums „Buch und Fotografie“ am 27. Januar

In der modernen Welt ist die Fotografie allgegenwärtig. Boten visuelle Elemente in der Gutenberg-Galaxie der letzten 500 Jahre stets nur Zusatzinformationen zum absolut dominierenden Text, haben sich Bilder in den letzten Jahrzehnten auch in der Welt des Buches immer weiter in den Vordergrund geschoben. Buchcover, die ausnahmsweise einmal kein Foto enthalten, fallen mittlerweile als ungewöhnlich auf; das Autorenporträt auf der hinteren Klappe ist nahezu unverzichtbar. Bei Kochbüchern bilden die Rezepte lediglich noch den Rahmen für aufwendig inszenierte „food photography“. Schul- und Lehrbücher sind zu wahren Galerien didaktischer und populärwissenschaftlicher Fotokunst geworden.  Üppig mit Fotografien illustrierte Reiseführer verdrängen zunehmend den klassische Bildband.

Die Reproduktionsfotografie hat eine Qualität erreicht, die Einblicke erlaubt, die kein Mensch mit bloßem Auge (etwa in einer Galerie) gewinnen könnte. Und für die künstlerische Fotografie gilt inzwischen nicht mehr der einzelne Abzug, sondern das Fotobuch als „das wahre Medium“.
Möglich geworden ist dies durch dramatische Entwicklungen im Bereich der digitalen Fotografie, der digitalen Bildbearbeitung, der digitalen Druckvorstufe und der rasanten Verbesserungen in der Druckherstellung (im Offset-Bereich wie im Digitaldruck). Erst in jüngster Zeit geraten auch die neuartigen juristischen Aspekte in das Blickfeld, die Einfluss auf die Arbeit von Fotografen wie von Verlagen haben (Panoramafreiheit, Drohnenfotografie, Persönlichkeitsschutz, usw.).

Das Mainzer Kolloquium stellt ausgewählte Aspekte dieser spannenden Entwicklung zur Diskussion.

Datum: Freitag, 27. Januar 2017
Uhrzeit: 10.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Atrium Maximum, Alte Mensa

Programm Kolloquium Buch und Fotografie 2017

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