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Goldene Zeiten In Wien
von r. nach l.: Dr. Fingernagel, Ausstellungskurator; Prof. Füssel; GD Dr. Rachinger ÖNB; (NN); Bundesfinanzminister Dr. Schelling; Mag. Glatz-Kremsner; (NN); © Österreichische Nationalbibliothek/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Goldene Zeiten in Wien

Seit dem 20. November zeigt die Österreichische Nationalbibliothek in Wien Meisterwerke der Buchkunst von der Gotik bis zur Renaissance unter dem Leitthema „Goldene Zeiten“.
Den Festvortrag am Eröffnungsabend hielt Prof. Dr. Stephan Füssel, der zunächst den Medienwechsel von den klösterlichen Skriptorien zu den neu aufkommenden weltlichen Schreibstuben beschrieb, die das Repräsentationsbedürfnis der adligen Herrschaft widerspiegeln und sich im Zeitalter Kaiser Friedrichs III. (1415-1493) einer neuen Blüte zuwandten. Die Ära Kaiser Maximilians (1459-1519) ist durch den Übergang von der Handschrift zum Buchdruck gekennzeichnet, vom Pergament zum Papier und die Veränderung in der Illuminierung von eng textbezogenen Ornamenten hin zu reinen Schmuckelementen.

Prof. Füssel erläuterte die Durchsetzung der Ideen des Humanismus mit seinem Glauben an die allgemeine Bildungsfähigkeit der Menschen, kumulierend in der Öffnung der Universität Wien im Jahre 1502 durch Kaiser Maximilian für die humanistischen Studien mit der Gründung des Collegium poetarum et mathematicorum.

Die humanistischen Zeitgenossen feierten daher die Ära Kaiser Maximilians als den Beginn einer neuen Weltzeit, einer neuen „Goldenen Zeit“, in der Künste und Wissenschaften blühen. Zur Ausstellungseröffnung konnte Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger auch den Bundesfinanzminister Dr. Schelling begrüßen, zahlreiche Ehrengäste aus dem diplomatischen Corps und die Schriftstellerin Barbara Frischmuth sowie über 600 Gäste und Freunde des Hauses.

Der Leiter der Handschriftenabteilung und Alten Drucke, Dr. Andreas Fingernagel, führte in die wertvollsten der 80 Exponate vor, die anschließend in einer „langen Bibliotheksnacht“ bis 23 Uhr vom Publikum betrachtet werden konnten. Die überaus sehenswerte Ausstellung ist bis zum 21. Februar 2016 im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, Wien zu sehen.

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