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In der Übung „Technologie und Ästhetik des Buchs im digitalen Zeitalter“ von Univ.-Prof. Dr. Christoph Bläsi im Masterstudiengang Buchwissenschaft haben Studierende sich im Wintersemester 2012/2013 mit verschiedenen Aspekten des Lesens von Bildschirmen sowie der Interface-Gestaltung von Leseapplikationen beschäftigt.
Entlang dem z.B. an der Universität St. Gallen etablierten Ansatz des „Design Thinking“ war es in diesem Fall das Ziel, konkrete Lösungsvorschläge von Leseoberflächen zu erarbeiten. Dafür bot sich die Methode des „Paper Prototyping“ an, mit der schon in einem sehr frühen Stadium Ideen erprobt und dann für gut befunden (oder verworfen …) werden können.

Hier die Ergebnisse der Arbeit der einzelnen Studierendengruppen in Form von Youtube-Videos:

Schulbuch-App

Teilnehmerinnen: Carolin Antes, Sandra Duschl, Olga Gleissner, Anna Simic, Tanja Wendenius und Tanja Wittich

Beschreibung:

„Während früher noch für jedes Unterrichtsfach mindestens ein Schulbuch in den Schultaschen landete, gibt es heutzutage dank iPad und unterschiedlicher Tablets die Möglichkeit, sämtliche Unterrichtsmaterialien auf einem Gerät zu haben. Der Vorteil: Die Schultaschen werden leichter und die Rücken der Kinder weniger beansprucht. Doch wie könnte eine solche digitale Schulbuchsammlung aussehen? Im Rahmen der Übung Technologie und Ästhetik des Buches im digitalen Zeitalter suchten wir nach einer Antwort und „entwickelten“ die App Meine Schulbücher.
Die App lädt man ganz einfach im Apple iTunes-Store bzw. im Google Play Store herunter. Im digitalen Bücherregal sind dann alle Schulbücher, die man bereits erworben hat, zu finden. Über den Butten „Store“ gelangt man in den Shop, in dem weitere Schulbücher gekauft werden können.
Neben den einzelnen Buchseiten, die verschiedene interaktive Elemente wie eine Vorlesefunktion oder Texteingabe enthalten, gibt es auch zusätzliche Funktionen, die das Lernen erleichtern sollen. Neu gelernte Wörter oder schwer zu lernende Vokabeln können zum Beispiel zum so genannten Karteikasten hinzugefügt werden, sodass sie individuell abgefragt werden können.
Das digitale Englischbuch soll alle Funktionen vereinen, die ein Schüler sowohl im Unterricht als auch zu Hause benötigt. Dabei soll es ästhetisch sein und genug Freiräume bei den individuellen Einstellungen lassen, aber dennoch die Optik eines Schulbuches haben.“

Schulbuch mit Kontext-Funktionen

Teilnehmer_innen: Eike Westerwelle, Julia Hubschmid, Katrin Kremer, Lajos Pistorius, Sören Ohle, Timo Höhn und Florian Dexheimer

Beschreibung:

„Die Gruppe, die sich mit dem E-Book-Reader als Darstellungsmedium beschäftigte, erprobte an ihrem paper prototype Möglichkeiten der Integration verschiedener Lexika und deren Nutzung durch ein intuitives und zügig zu navigierendes Interface, das dem Nutzer eine seinen Bedürfnissen entsprechend gewichtete Darstellungsform zwischen Lektüretext und gewünschter lexikalischer Information bietet.

Das Video beginnt mit der aufgeschlagenen Buchseite „inmitten der Lektüre“. Der Nutzer entdeckt einen Begriff, zu dem er weitere Informationen wünscht (in diesem Falle den Namen „Goethe“) und markiert ihn per Touchscreen. Das markierte Wort wird grafisch hervorgehoben und es öffnet sich ein Auswahlfenster mit voreingerichteten sowie nachträglich installierten, kostenpflichtigen Nachschlagewerken. Im Video entscheidet sich der Nutzer für die kostenlose Alternative Wikipedia und der entsprechende Artikel wird geladen unter Wahrung der originären Formatierung.

Dreht der Nutzer nun den E-Book-Reader in die Horizontale, so nutzt der Lexikonartikel die gewonnene Breite und ordnet sich in einer platzsparenden, unbebilderten Formatierung (Bilder sind im Bedarfsfall manuell aktivierbar) neben dem Lektüretext an. Dies ermöglicht einen zügigen, fließenden Wechsel zwischen der Textlektüre und den gewünschten, weiterführenden Informationen.“

Leserad

Teilnehmerinnen: Eva Kohler, Jennifer Ott, Sandra Wegner und Silke Bischof

Beschreibung:

Die Gruppe hat sich damit befasst, wie Fachliteratur auf Touch-PCs, die das Betriebssystem Windows 8 nutzen, dargestellt werden kann und welche Funktionen bei der Lektüre hilfreich sein könnten. Das Ergebnis ihrer Überlegungen ist eine App, der sie den Namen Leserad 2.0 gegeben haben. Die Idee und der Name der App gehen zurück auf die Leseräder aus dem 16. Jahrhundert, die Gelehrten in Bibliotheken zur Verfügung standen. Dabei handelte es sich um rotierende Lesepulte, auf denen man bis zu zwölf unterschiedliche Bücher zur gleichen Zeit lesen konnte. Diesem Prinzip folgend, soll die App Leserad 2.0 das vergleichende Lesen von Fachbüchern auf einem touch-optimierten Computer ermöglichen. Die Funktion, innerhalb einer individuell angelegten Readlist zwischen Büchern zu wechseln und Zitate oder Kommentare in einer im Hintergrund laufenden Summary zu sammeln, stellt dabei das Kernstück der App dar.

Idee und Name der App gehen zurück auf die Leseräder aus dem 16. Jahrhundert. Dabei handelte es sich um rotierende Lesepulte, auf denen man bis zu zwölf unterschiedliche Bücher zur gleichen Zeit lesen konnte.

1. Öffnen der App
2. Hauptmenü: Auswahl der Funktion „Bibliothek“
a. Hier besteht zunächst die Möglichkeit, ein neues Projekt zu erstellen, ein bestehendes zu öffnen oder den integrierten Shop zu besuchen. In unserem Beispiel wird ein neues Projekt erstellt.
b. In der Bibliothek befinden sich alle Bücher, die der Nutzer in die App geladen hat/die er dafür gekauft hat. Alle Titel stehen für das Erstellen eines neuen Projekts zur Verfügung.
c. Die Titel können alphabetisch nach Autor, Jahr, Textart, Titel und Verlag sortiert werden.
d. Per Drag & Drop können die gewünschten Titel für das Projekt ausgewählt werden. Anschließend klickt man auf „Zum Projekt“.
e. Die ausgewählten Titel befinden sich nun in der zum Projekt gehörenden „Readlist“. Per Drag & Drop kann ausgewählt werden, welches Buch geöffnet werden soll.
Hinweis bzgl. der Steuerung innerhalb der Readlist:
Blättern im Buch durch horizontales Wischen
Wechseln zwischen Büchern der Readlist durch vertikales Wischen
f. Klickt man in den Text erscheint eine Menü-Leiste mit den folgenden Funktionen: Speichern, Kommentar, Zitat, Markieren, Lesezeichen, Suchen und Summary. Die gewünschte Funktion wird per Klick ausgewählt und kann dann im Text angewendet werden.
Unsere Beispiele:
Kommentar
Markierung der betreffenden Stelle im Text, anschließend Möglichkeit ein Kommentar dazu festzuhalten und der Notiz ein Schlagwort zuzuordnen
Zitat
Markierung der betreffenden Stelle im Text, Möglichkeit der Textstelle ein Schlagwort zuzuordnen
g. Alle Kommentare, Zitate usw. werden in der „Summary“ gesammelt, die über die Menü-Leiste aufgerufen werden kann. Die Sortierung innerhalb der Summary erfolgt nach den gewählten Schlagworten. Außerdem wird durch Fußnoten festgehalten, aus welchen Büchern die einzelnen Textauszüge stammen (per Klick auf die Fußnote kann diese Information auch angezeigt werden).
h. Die Summary kann schließlich exportiert (z.B. als PDF, Word- oder OpenOffice-Dokument), im Projekt gespeichert oder ausgedruckt werden.

leserad
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