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von Emmelie Öden. Mainz: Mainzer Buchwissenschaft 2017. 80 Seiten. ISBN: 978-3-945883-57-0, 8,99 €.
Während der Rechtspopulismus immer mehr Raum in der tagesaktuellen Berichterstattung einnimmt, rückt zunehmend das Potenzial der unkontrollierbar scheinenden Sozialen Medien in den Fokus. Doch Vorfälle wie die im Frühjahr 2016 angekündigte, unkommentierte Mein Kampf-Ausgabe des neonazistischen Verlegers Adrian Preißinger zeigen, dass die rechtsextreme Medienlandschaft sich keineswegs nur auf die flüchtigen, elektronischen Formate konzentriert.
In der vorliegenden Studie untersucht Emmelie Öden Programm und Online-Präsenz von 19 im Jahr 2016 aktiven Verlagen, die sich verschiedenen Strömungen des rechtsextremen Spektrums zuordnen lassen. Die sachliche Bestandsaufnahme liefert einen Überblick über ein Segment des deutschsprachigen Buchmarkts, das sich größtenteils – aber nicht nur – abseits der etablierten Branchen-Netzwerke hält und dennoch über verschiedene Kanäle sehr aktiv ist.
Diese Publikation ist Band 33 der Reihe Initialen, in deren Rahmen herausragende Abschlussarbeiten der Mainzer Buchwissenschaft veröffentlicht werden.
Die Autorin
Emmelie Öden, geboren 1991, absolvierte ihren Bachelor of Arts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit der Fächerwahl Buchwissenschaft und Komparatistik. Damit Wissenschaft nicht zum Selbstzweck wird, bindet Frau Öden gerne gesamtgesellschaftlich relevante Themen in ihre Forschung ein. Dies konnte sie auch in ihrer Abschlussarbeit Rechte Verlage in Deutschland 2016. Eine Bestandsaufnahme umsetzen. Derzeit befindet sie sich in ihrem Master-Studium der Weltliteratur, bei dem der Schwerpunkt erneut auf der Buchwissenschaft liegt. Praktische Erfahrungen sammelte sie unter anderem in der Stiftung Lesung im Bereich Kommunikation & PR.

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