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2009 Deutsches Museum München

Prächtiges Schaubuch und Praktisches Lexikon – Technisches Wissen im Buchdruck der frühen Neuzeit

Dass man unter dem Begriff „Maschinen-Theater“ nicht eine mechanische Konstruktion zu verstehen hat, sondern es sich hier um Technische Schaubücher der frühen Neuzeit handelt, erfuhren Studierende des Instituts für Buchwissenschaft in einer Übung im Sommersemester 2009.

Technisches Wissen wurde bis weit ins 18. Jahrhundert vorwiegend mündlich überliefert, was zur Folge hatte, dass sich die wissenschaftliche Literatur bis zu diesem Zeitpunkt nur selten mit Technik oder technischem Wissen befasste.

Umso beachtlicher sind die technischen Publikationen, die vom späten 16. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert erschienen. Die meist sehr reichhaltig mit Kupferstichen illustrierten Bücher erläutern nicht nur den Stand der Technik der frühen Neuzeit, sie spiegeln darüber hinaus ein wachsendes Interesse an Technik überhaupt wieder. Neben detailgetreuen Darstellungen von technischen Vorrichtungen sind in diesen Maschinen-Büchern Visionen und utopische Konstruktionen von Maschinen zu finden.

Herr Dr. Hilz, der Direktor der Bibliothek des Deutschen Museums in München, weckte in den Studierenden nicht nur die Neugier, sich mit diesen technischen Werken zu befassen, sondern erschloss ihnen darüber hinaus auch die Möglichkeit, einige dieser im Original in Augenschein zu nehmen.
Ein Teil der Übung fand in den Räumen der Bibliothek des Deutschen Museums in München statt, die über eine weltweit bedeutende Sammlung naturwissenschaftlich-technischer Literatur verfügt. Hier konnten sich die Studierenden einen persönlichen Eindruck von den prächtigen Büchern und dem Stand technischen Wissens in der frühen Neuzeit verschaffen.

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